Zum Inhalt springen
CDUKreisverband Leipzig
Presseerklärung

Zufahrtskontrollen im Waldstraßenviertelfallen weg

Von CDU Leipzig

Foto zum Beitrag: Zufahrtskontrollen im Waldstraßenviertel fallen weg
Rick Ulbricht, Mitglied des Sächsischen Landtages.

Die Stadt Leipzig wird die Kontrollstellen an den Zufahrten zum Waldstraßenviertel bei Heimspielen von RB Leipzig ab dem 29. August 2026 nicht mehr besetzen. Der Sperrkreis soll mit entsprechender Beschilderung bestehen bleiben, kontrolliert wird die Zufahrt aber nicht mehr.

Das bisherige Vorgehen mit Absperrungen und kontrollierten Zufahrten war zwischen der Stadt Leipzig, RB Leipzig, den Leipziger Verkehrsbetrieben und dem Bürgerverein Waldstraßenviertel gemeinsam abgestimmt. Noch im Dezember 2025 hatte Oberbürgermeister Burkhard Jung die bestehenden Maßnahmen verlängert. Jetzt entfällt die direkte Kontrolle – ohne Rücksprache mit den Anwohnerinnen und Anwohnern.

Rick Ulbricht, Mitglied des Sächsischen Landtages und Abgeordneter des Wahlkreises, zu dem auch das Waldstraßenviertel gehört, kritisiert die Entscheidung: „Die bislang geltenden Zufahrtskontrollen ohne vorherige Abstimmung mit den betroffenen Anwohnern zurückzunehmen ist doppelt bitter.“ Die Menschen im Viertel würden vor vollendete Tatsachen gestellt und müssten zugleich bei Großveranstaltungen mit deutlich mehr Verkehr auf dem Heimweg und einer schwierigeren Parkplatzsuche vor der eigenen Haustür rechnen.

Gerade Besucher von außerhalb kennen die örtlichen Gegebenheiten nicht und nehmen häufig den kürzesten Weg zur Arena. Ulbricht geht deshalb davon aus, dass Beschilderungen wissentlich oder unwissentlich ignoriert werden. Wie schnell der Verkehr in und um das Waldstraßenviertel seine Belastungsgrenzen erreicht, hat sich zuletzt bei den Konzerten im Juni 2026 gezeigt. Mit der Teilnahme von RB Leipzig an der UEFA Champions League nehmen Spieltage und Besucherzahlen weiter zu.

Die Stadt begründet den Schritt mit der angespannten Haushaltslage und kündigt stattdessen verstärkte Kontrollen gegen unerlaubtes Parken an.

„Ich zweifle daran, dass die eingesparten Personalstunden durch den Wegfall der Zufahrtskontrollen verhältnismäßig sind. Es wird weder den großen Wurf an Einsparungen für die angespannte Haushaltslage bringen, noch steht es in Relation zu dem damit riskierten Verkehrschaos“, so Ulbricht und weiter: „Die zusätzlichen Personalstunden für die verstärkten Kontrollen im Viertel wären sinnvoller eingesetzt, wenn man die Zufahrt auch weiterhin kontrolliert anstatt Falschparker zur Kasse zu bitten. Auf diese Weise erweckt man den Eindruck, die Stadt möchte lieber Bußgelder einnehmen und nimmt dafür eine Mehrbelastung der Anwohner in Kauf. Das ist fatal.“

„Die Haushaltskonsolidierung der Stadt ist notwendig“, sagt Ulbricht. „Sie darf aber nicht dazu führen, dass bewährte und gemeinsam mit den Anwohnern entwickelte Maßnahmen ersatzlos gestrichen werden und sich die Belastungssituation gleichzeitig unverhältnismäßig verschärft.“

Ulbricht fordert die Stadt Leipzig auf, die Entscheidung zu überprüfen und erneut das Gespräch mit dem Bürgerverein Waldstraßenviertel und den Menschen vor Ort zu suchen. Eine erste Belastungsprobe des neuen Sperrkreises ohne Zufahrtskontrollen steht andernfalls bereits am Samstag, dem 29. August 2026, an.

Presseerklärung von Rick Ulbricht MdL, Leipzig, 24. August 2026.