Planloses Agieren des Mobilitäts- und Tiefbauamtes (MTA) kapptden Leipziger Süden vom Rest der Stadt ab
Von CDU Leipzig

Der Leipziger Süden droht im Verkehrschaos zu versinken. Grund dafür ist eine Reihe gleichzeitig stattfindender Bauprojekte: Die Sanierung der Wundtstraßenbrücke, die Arbeiten an der Karl-Liebknecht-Straße sowie der Umbau der Prager Straße sorgen bereits jetzt für massive Engpässe. Die Folge: Die Zwickauer Straße und die August-Bebel-Straße sind stark überlastet.
Doch anstatt die Lage zu entschärfen, plant die Stadtverwaltung nun eine weitere Maßnahme: Der Ausbau einer Bushaltestelle auf der Wolfgang-Heinze-Straße soll zwischen Juni und September erfolgen – ausgerechnet in einer Phase, in der die Umleitungsstrecken bereits an ihre Belastungsgrenze stoßen. Damit wird die Zufahrt zur Karl-Liebknecht-Straße und zur August-Bebel-Straße nahezu unmöglich gemacht.
„Diese Maßnahme bringt das Fass zum Überlaufen“, sagt Karsten Albrecht, CDU-Stadtrat im Leipziger Süden. Der CDU-Ortsverband kritisiert das Vorgehen des Mobilitäts- und Tiefbauamtes (MTA) scharf. „Was hier geschieht, ist kein koordiniertes Verkehrsmanagement, sondern Chaos mit Ansage“, so Albrecht weiter.
Auch die CDU-Stadtbezirksbeirätin Susann Dux äußert Unverständnis: „Die Ausbauarbeiten an der Wolfgang-Heinze-Straße könnten problemlos nach der Fertigstellung der Wundtstraßenbrücke erfolgen. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist grundsätzlich zu begrüßen – aber nicht auf Kosten der Erreichbarkeit ganzer Stadtteile.“
Die CDU Leipzig-Süd sieht in der Vorgehensweise des MTA nicht nur ein organisatorisches Versagen, sondern eine bewusste Benachteiligung des motorisierten Individualverkehrs. Besonders kritisch: Auch Rettungsfahrzeuge und der Wirtschaftsverkehr werden durch die fehlende Koordination massiv beeinträchtigt.
Karsten Albrecht fordert daher Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auf, den zuständigen Beigeordneten für Stadtentwicklung und Bau, Thomas Dienberg (Bündnis 90/Die Grünen), anzuweisen, umgehend ein abgestimmtes und verkehrsverträgliches Baustellenkonzept vorzulegen. „Was Leipzig braucht, ist ein Verkehrsmanagement mit Augenmaß – kein planloses Abschneiden ganzer Stadtteile.“
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